Die Ukraine erhält eine ballistische Reichweite von 500 km und kann russische Logistik bedrohen
Während eines Großteils des Krieges war die Fähigkeit der Ukraine, tief im russischen Hinterland zuzuschlagen, nicht durch fehlende Absicht, sondern durch den Zugang zu geeigneten Waffen und politische Einsatzbeschränkungen begrenzt. Der Druck auf große Entfernungen stützte sich auf knappe Altbestände und selektive westliche Lieferungen, wodurch Russlands strategischer Rückraum weitgehend vor anhaltenden Angriffen geschützt blieb. Dies ermöglichte es Moskau, sich anzupassen, indem Logistik, Führungsinfrastruktur und Industrie gerade weit genug außerhalb der ukrainischen Reichweite verlagert wurden, um operative Tiefe zu bewahren. Dieses Gleichgewicht gerät nun unter Druck, da sich die westliche Unterstützung von vereinzelten Schlägen hin zum Aufbau dauerhafter Schlagkraft verlagert. Wenn Langstreckenwaffen speziell für die Ukraine entwickelt werden, statt aus begrenzten Beständen zu stammen, beginnt sich die strategische Obergrenze zu verschieben. Entscheidend ist nun nicht ein einzelnes Raketensystem, sondern das Entstehen einer strukturellen Fähigkeit, Russlands Tiefe dauerhaft anzufechten.

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