Putsch in Madagaskar: Massive Waffenlieferungen aus Russland verändern alles
Russlands globale Strategie stützt sich zunehmend darauf, seinen Einfluss weit über die unmittelbaren Nachbarschaften hinaus auszudehnen, insbesondere in Regionen, in denen politische Instabilität Spielräume für externe Machtakteure eröffnet. Afrika ist dabei zu einem zentralen Schauplatz geworden – nicht als Sammlung isolierter Partnerschaften, sondern als Netzwerk strategischer Brückenköpfe, die mit Ressourcen, Logistik und globalen Handelsrouten verknüpft sind. Moskaus Ansatz verbindet militärische Unterstützung, Sicherheitsgarantien und Kontakte auf Eliteebene, um langfristigen Einfluss statt kurzfristiger Sichtbarkeit zu sichern. Die Region des Indischen Ozeans nimmt in dieser Kalkulation eine besondere Stellung ein, da sie Europa, Asien und alternative maritime Routen verbindet, die in Krisenzeiten von entscheidender Bedeutung sind. Kontrolle oder Einfluss entlang dieser Korridore kann wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, diplomatischen Druck und strategische Absicherung gegen Isolation an anderer Stelle ermöglichen. Vor diesem Hintergrund deuten die Entwicklungen in Madagaskar auf einen Schritt hin, der sich in ein weit größeres Muster einfügt und nicht als isolierte Kooperation zu verstehen ist.

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