Eine vollständige Analyse der M23-Offensive, die von Ruanda im Osten des Kongo unterstützt wird
Ostkongo zählt seit Langem zu den instabilsten Regionen Afrikas, in denen schwache staatliche Kontrolle, regionale Rivalitäten und enormer Mineralreichtum aufeinandertreffen. Über Jahrzehnte hinweg haben bewaffnete Gruppen dieses Umfeld ausgenutzt und lokale Unsicherheit in eine anhaltende regionale Krise verwandelt. Was sich zuletzt verändert hat, ist nicht die Existenz von Rebellion, sondern ihr Ausmaß, ihre Geschwindigkeit und der Grad externer Unterstützung. Das Wiedererstarken der M-23-Bewegung spiegelt eine breitere Verschiebung des geopolitischen Gleichgewichts im Umfeld der Großen Seen wider. Während globale Aufmerksamkeit und Ressourcen auf andere Krisen gelenkt werden, haben sich langjährige Beschränkungen für regionale Akteure abgeschwächt. Dadurch können militärische Gewalt und Ressourcenkontrolle erneut Grenzen und Machtstrukturen innerhalb der Demokratischen Republik Kongo neu gestalten.

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