Wie Russlands Verrat Maduro gefangen lässt und Venezuela ins Chaos stürzt
Russlands Einfluss weit außerhalb seiner eigenen Grenzen beruhte lange mehr auf Symbolik als auf durchsetzbarer Macht, doch diese Illusion setzte voraus, dass Moskau eingreifen würde, wenn seine Partner unmittelbar bedroht wären. Venezuela unter Nicolás Maduro galt als eines der deutlichsten Beispiele dieser Annahme und präsentierte sich als russischer Leuchtturm‑Verbündeter in Südamerika. Nachdem Druck aus den USA zugenommen hatte, verließ sich Maduro offen auf Russland als strategischen Schutzschirm statt auf eine selbständige Abschreckung. Der jüngste US‑Militäreinsatz und die Festnahme Maduros haben gezeigt, dass dieses Kalkül versagte und Russlands Allianznetzwerk auf fernen Kontinenten strukturelle Schwächen aufweist. Anstatt Caracas wirksam zu verteidigen, hat Moskau sich darauf beschränkt, politische Unterstützung für eine neue Übergangsregierung zu erklären und auf „Souveränität“ zu pochen, was die begrenzte Durchsetzungsfähigkeit seiner Partnerschaft untermauert.

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