Von Russland unterstützte Kräfte erobern die Hauptstadt des Sudan zurück
Die wichtigsten Entwicklungen kommen aus dem Sudan, wo die Rückeroberung von Khartum das Land stillschweigend zu Russlands wichtigstem strategischen Rückzugsraum außerhalb des Mittelmeerraums gemacht hat. Mit Unterstützung russischer Stellvertreterkräfte des Africa Corps vertrieben die sudanesischen Streitkräfte die Rapid Support Forces aus der Hauptstadt, wodurch die Regierung nach fast drei Jahren im Exil zurückkehren konnte. Dieser militärische Erfolg verschafft Moskau in einem kritischen Moment Einfluss, da seine Marineposition in Tartus nach politischen Veränderungen in Syrien zunehmend fragil geworden ist. Port Sudan fungiert nun als Russlands praktische Alternative und bietet Zugang zum Roten Meer, logistische Unterstützung und ein Tor für Einfluss in Afrika und den Indischen Ozean. Russlands Engagement bleibt begrenzt und indirekt, darauf ausgerichtet, langfristigen Zugang zu sichern, statt offen zu kämpfen. Faktisch ist der Sudan zu Moskaus Versicherungspolice geworden – allerdings zu einer, die verwundbar bleibt, falls rivalisierende Mächte beschließen, sie anzufechten.

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