Unruhen: Putin erhöht Steuern für den Krieg, 70 % der Russen lehnen ihn ab
Die Russische Föderation vollzieht eine erzwungene strukturelle Neuausrichtung ihrer Finanzpolitik, da die Militärausgaben bis 2025 einen Stand von 7,5 Prozent des BIP erreichen. Um das steigende Haushaltsdefizit und die Erschöpfung des Nationalen Wohlfahrtsfonds auszugleichen, erhöhte der Kreml die Mehrwertsteuer auf 22 Prozent und weitete die Steuerpflicht für Kleinunternehmen aus. Die enormen Kosten für die Raketenproduktion und Zehntausende Drohnen belasten den Haushalt, während die liquiden Reserven von 180 Milliarden auf nur noch 35 Milliarden Dollar geschrumpft sind. Diese Verlagerung der fiskalischen Last auf die heimische Wirtschaft hat zu einem massiven Stimmungsumschwung geführt, wobei 70 Prozent der Bevölkerung nun ein Ende des Konflikts fordern. Da der Zugang zu internationalen Kreditmärkten gesperrt bleibt, ist der Staat zur Finanzierung des Militärapparats auf eine interne Umverteilung angewiesen, die den Lebensstandard der Bürger unmittelbar untergräbt.

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