Warum Schrotflinten plötzlich die wertvollste Verteidigung gegen FPV-Drohnen sind

Nov 29, 2025
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Heute kommen die wichtigsten Nachrichten aus der Ukraine.

Hier ist eine Waffe, die lange als altmodisch galt, unerwartet wieder in den Mittelpunkt der modernen Kriegsführung zurückgekehrt. Während FPV-Drohnen den Himmel füllen und traditionelle Verteidigungssysteme überwältigen, ist die Schrotflinte aus der Bedeutungslosigkeit aufgestiegen und zu einem der wichtigsten Werkzeuge für das Überleben an der Front geworden.

Auf dem gesamten Schlachtfeld trainieren Soldaten, die sich einst vollständig auf Gewehre verließen, nun täglich mit Schrotflinten, weil sich diese einfachen Feuerwaffen als bemerkenswert effektiv gegen schnelle und unberechenbare Drohnen erwiesen haben. Ausbilder, die Kurse zur Drohnenabwehr durchführen, erklären, dass russische FPV-Drohnen, von denen viele mit faseroptischer Steuerung ausgerüstet sind, die nicht gestört werden kann, sich oft mit Geschwindigkeiten von annähernd hundert Kilometern pro Stunde nähern, sodass der Infanterie nur ein Augenblick zum Reagieren bleibt.

Ein Gewehr erfordert in diesen wenigen Sekunden perfekte Zielgenauigkeit und perfektes Timing, und selbst hochtrainierte Schützen haben Mühe, mehrere Treffer auf eine Drohne zu landen, die beim Anflug ausweicht und spiralförmig abtaucht. Die Schrotflinte hingegen schleudert eine dichte Wolke von Pellets in die Luft und erzeugt ein breites Streumuster, das die Chance, die Drohne zu treffen, drastisch erhöht, und genau diese mechanische Einfachheit hat sie zu einer der wichtigsten letzten Verteidigungsmöglichkeiten an der modernen Front gemacht.

Die Grenzen des Gewehrs werden in realen Gefechten noch deutlicher. Wenn eine Drohne zwanzig oder dreißig Meter entfernt ist und weiter beschleunigt, erweist sich das einzelne Projektil eines Gewehrs oft als zu schmal, zu präzise und zu langsam, um einen sicheren Stopp zu garantieren. Die Schrotflinte begegnet diesem Problem nicht nur mit ihrem größeren Streumuster und der höheren Auftreffwahrscheinlichkeit, sondern erfüllt auch eine zweite Rolle, mit der Gewehre kaum mithalten können. Ihre Durchschlagskraft auf kurze Distanz macht sie zu einer wertvollen Zweitwaffe bei Grabenkämpfen, beim Aufbrechen von Türen in urbanen Gefechten und bei Auseinandersetzungen in engen Räumen, in denen das breite Schussbild und die unmittelbare Stoppwirkung darüber entscheiden können, ob ein Trupp überlebt. Diese Doppelfunktion hat die Schrotflinte sowohl zu einem Schutzschild gegen Drohnen als auch zu einer Unterstützungswaffe für den Nahkampf gemacht – eine seltene Kombination auf einem Schlachtfeld voller spezialisierter Mittel.

Als dieser Bedarf wuchs, trafen Lieferungen von Schrotflinten in großer Zahl ein. Eine jüngste Spende stellte mehr als siebenhundert moderne Schrotflinten zusammen mit Optiken und Munition für ukrainische Spezialeinheiten bereit und unterstrich, wie schnell diese Waffen unentbehrlich geworden sind. Doch die Geschichte endet nicht bei offiziellen Lieferungen. Im ganzen Land wurden Tausende privat besessener Schrotflinten, die einst ungenutzt in Schränken, Scheunen und Schuppen lagen, wieder in den Dienst gestellt und bilden eine riesige informelle Reserve, mit der sich Freiwillige in kürzester Zeit ausrüsten lassen. Was einst ein Familienerbstück oder ein Jagdwerkzeug war, ist plötzlich zu einem Aktivposten der nationalen Verteidigung geworden, und dieser unerwartete Bestand hilft, Lücken zu schließen, die kein Verteidigungsministerium hätte einplanen können. Viele Kommandeure bemerken, dass keine andere Waffenklasse so schnell mobilisiert werden kann, weil Jäger, Landwirte und sogar Hobby-Schützen Schrotflinten beigesteuert haben, die sonst nur Staub angesetzt hätten, und so privates Eigentum zu einem unerwarteten strategischen Vorteil wurde.

Diese Verwandlung hat auch zu einer Entwicklung geführt, die Humor mit überraschender Zweckmäßigkeit verbindet. Fähigkeiten, die auf Tontaubenschießständen erlernt wurden, lassen sich nun direkt auf das Timing und die Reflexe übertragen, die nötig sind, um eine durch den Himmel rasende Drohne zu treffen, und ukrainische Ausbilder haben begonnen, Sportschützen in ihre Ausbildungsprogramme zu integrieren. Menschen, die einst ihre Wochenenden damit verbrachten, auf fliegende Scheiben zu schießen, bringen Soldaten nun bei, wie man kleine bewegliche Ziele verfolgt, wie man den Lauf ruhig mitschwingt und wie man den Anflugwinkel einer Drohne liest. Die Vorstellung, dass Skeet-Schützen zu Anti-Drohnen-Teams werden, mag zunächst amüsant klingen, doch Armeen haben bereits erkannt, dass sich diese Instinkte und Gewohnheiten nahezu perfekt in die moderne Kriegsführung übertragen lassen, und die Effektivität dieser Schützen hat ihre Einbindung nicht nur praktikabel, sondern zunehmend notwendig gemacht.

Insgesamt zeigt das Wiederaufleben der Schrotflinte in der Ukraine, wie schnell ein altes Werkzeug wieder an Bedeutung gewinnen kann, wenn neue Technologie das Schlachtfeld verändert. Eine einst als simpel angesehene Waffe hat einen neuen Zweck gegen Bedrohungen gefunden, denen selbst fortschrittliche Systeme kaum gewachsen sind.

Die Kombination aus weitverbreiteter ziviler Verfügbarkeit und leicht übertragbaren Fähigkeiten aus dem sportlichen Schießen hat einen unerwarteten strategischen Vorteil geschaffen. Die Geschichte der Schrotflinte erinnert daran, dass das Überleben im modernen Krieg oft davon abhängt, jede verfügbare Ressource, so traditionell sie auch sein mag, an Herausforderungen anzupassen, die sich viel schneller entwickeln, als irgendjemand erwartet hätte.

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