Gerade noch rechtzeitig: Kolumbianer verstärken Huliaipole und stoppen die russischen Angriffe abrupt.
Huliaipole liegt am Schnittpunkt mehrerer russischer operativer Zielsetzungen im südlichen Saporischschja und ist damit eher ein Druckpunkt als ein eigenständiges Ziel. Die Kontrolle über dieses Gebiet würde es den russischen Streitkräften ermöglichen, die Tiefe der ukrainischen Verteidigung aus einer unerwarteten Achse heraus zu sondieren und die Integrität von Linien zu testen, die ursprünglich gegen Vorstöße aus dem Süden ausgerichtet waren. Daher geht es bei den Kämpfen hier weniger um unmittelbare Geländegewinne als um die Schaffung von Bedingungen für eine mögliche operative Umfassung. Gelände, Infrastruktur und begrenzte Versorgungsrouten bedeuten, dass selbst geringfügige Verschiebungen der Kontrolle unverhältnismäßige Auswirkungen auf Versorgung und Manöver haben können. Das russische Kommando scheint bereit zu sein, hohe Verluste in Kauf zu nehmen, um die ukrainische Kohäsion rund um die Stadt zu brechen. Vor diesem Hintergrund spiegelt die ukrainische Reaktion einen gezielten Versuch wider, den Sektor zu stabilisieren, bevor lokaler Druck in einen breiteren Durchbruch umgewandelt werden kann.

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