Heute gibt es interessante Neuigkeiten aus der Richtung Kupiansk.
Hier versuchen die letzten Überlebenden der russischen Infiltrationskräfte, sich so lange wie möglich in Kupiansk zu halten, um Putins Kontrollanspruch aufrechtzuerhalten. Ukrainische Truppen verstärkt durch kolumbianische Einheiten setzten jedoch eine ihrer tödlichsten Truppen ein, um den versteckten Feind endgültig zu beseitigen.

Das ukrainische Kommando entsandte die Aufklärungs- und Schlageinheit (Reconnaissance and Strike Group, RUG) nach Kupiansk, eine Angriffsgruppe, die aus kolumbianischen Freiwilligen zusammen mit anderen spanischsprachigen Kämpfern aus Südamerika besteht und Teil der 13. Khartia-Brigade ist. Viele ihrer Soldaten sind ehemalige Militärveteranen mit jahrzehntelanger Kampferfahrung gegen Guerillabewegungen und organisierte Kriminalität, was sie für komplexe urbane und unregelmäßige Kriegsführung besonders geeignet macht. Daher wurden sie gezielt eingesetzt, um die verbleibende russische Präsenz in Kupiansk einzukreisen und zu zerschlagen.

Anstatt großflächige Frontalangriffe durchzuführen, konzentrierte sich die von Kolumbianern dominierte RUG auf kleine Einheitentaktiken, urbane Bewegungen und systematische Einkreisung russischer Stellungen. Basierend auf ihrer Erfahrung in Aufstandsbekämpfung und Hochrisikooperationen operieren diese Kämpfer effektiv in kompakten Teams und treffen schnelle Entscheidungen unter Feuer.


Diese Fähigkeiten sind besonders wichtig an der fragmentierten Frontlinie in Kupiansk, was zu einer Reihe von Mikro-Einkreisungen führte, bei denen russische Gruppen voneinander abgeschnitten, Fluchtwege blockiert und in kontrollierten Gefechten neutralisiert oder gefangen genommen werden, um ukrainische Verluste zu minimieren.


Aufnahmen der Einheit zeigen, wie dieser Ansatz in der Praxis umgesetzt wurde: Kolumbianische Kämpfer bewegten sich durch einen zerstörten Stadtblock unter aktiver Bedrohung durch russische Drohnen. Trotz einer nahegelegenen Drohnenexplosion und einiger leichter Verletzungen setzte die Einheit ihre Bewegung fort, nutzte zerschlagene Wände und eingestürzte Gebäude als Deckung.


Ein weiteres von einem kolumbianischen Freiwilligen gefilmtes Video zeigt sorgfältige Überwachung von einer oberen Etage aus, wobei Straßen und Höfe nach versteckten russischen Soldaten abgesucht werden, während gleichzeitig der Himmel auf feindliche Drohnen überwacht wird.

Dank dieser Bodensicherung und der ständigen Arbeit der Drohnenoperatoren identifizierte das ukrainische Kommando ein russisches Truppenbündel, das im und um das Rathaus von Kupiansk versteckt war. Dieses Gebäude steht auf einem relativ offenen Platz, der den Russen gute Beobachtungs- und Schusswinkel hätte bieten können.

Anstatt das Rathaus direkt anzugreifen, räumte die kolumbianische Gruppe zunächst ein fünfstöckiges Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes, um Kreuzfeuer aus mehreren Richtungen zu vermeiden. Nach einem Nahkampf, der dieses Gebäude sicherte, bestätigten ukrainische Drohnenoperatoren weiterhin russische Präsenz im Rathaus. Kolumbianische Kämpfer eröffneten daraufhin anhaltendes Feuer aus Kleinwaffen, wodurch sich die russischen Soldaten innerhalb des Gebäudes neu positionieren mussten.

Diese Bewegungen legten ihre Positionen offen, sodass ukrainische FPV-Drohnen sie in aufeinanderfolgenden Wellen bekämpfen konnten. Sobald der Widerstand geschwächt war, rückte die Angriffsgruppe vor, räumte das Gebäude und eliminierte die verbleibenden Verteidiger, wobei sie ihre Flaggen über dem Gebäude und dem angrenzenden Platz hissten. Diese Entwicklungen und die weitere Schwächung der überlebenden Russen in der Stadt zwangen das russische Kommando, nach Möglichkeiten zu suchen, Verstärkungen heranzuschaffen.


Die Russen versuchten, das kalte Wetter auszunutzen und mehrfach den zugefrorenen Oskil-Fluss nördlich von Kupiansk zu überqueren. Während das Eis vorübergehend die Bewegung erleichterte, hatten die ukrainischen Truppen beide Ufer in der Nähe von Kupiansk unter Kontrolle, was die Überquerung nahezu unmöglich machte. Laut dem ukrainischen Sprecher Viktor Tregubow erreichten die russischen Einheiten nur begrenzte, temporäre Brückenköpfe, bevor sie durch Drohnenangriffe und Artillerie zurückgedrängt wurden.

Trotz ihrer Verluste und dem Versuch, das Wetter zu ihrem Vorteil zu nutzen, gelang es den Russen nicht, die Lage der Einkreisten zu verbessern. Infolge der kombinierten ukrainisch-kolumbianischen Räumungsoperation verbleiben weniger als 100 russische Soldaten in Kupiansk, verstreut, unterversorgt und größtenteils in Kellern in den zentralen und nordwestlichen Stadtteilen versteckt, mit klaren Optionen: Kapitulation oder schrittweise Eliminierung.

Insgesamt erwies sich die Integration kolumbianischer Veteranen in die Khartia-Schlageinheit als entscheidend für die Zerschlagung des russischen Widerstands in Kupiansk. Der Druck, den sie ausübten, beschleunigte den russischen Zusammenbruch erheblich und zeigt, wie erfahrene Taktiken kleiner Einheiten eine zahlenmäßig unterlegene, aber befestigte Kraft zerschlagen können. Obwohl russische Kommandeure weiterhin versuchen, Kupiansk zurückzuerobern, und dafür nun eine neue Frist bis Februar gesetzt haben, verdeutlicht die aktuelle Lage, wie gezielte, gut ausgeführte ukrainische Operationen das Gleichgewicht auf einem urbanen Schlachtfeld entscheidend verschieben können.


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