In diesem Video analysieren wir, wie die Ukrainer Russland in eine akute Notstandskrise gezwungen haben.
Hier hat sich die Lage drastisch zugespitzt, da kilometerlange Schlangen an den Tankstellen, Verkehrschaos und restriktive Abgabemengen beim Kraftstofferwerb mittlerweile das Kernland Russlands erreicht haben. Dies sind die unübersehbaren Folgen einer zunehmenden Intensität ukrainischer Fernangriffe auf strategische russische Infrastrukturknotenpunkte.

Im gesamten Großraum Moskau haben sich massive Verkehrsstaus gebildet, da Autofahrer versuchen, sich vor einer drohenden Knappheit mit Treibstoff zu versorgen; selbst in der Hauptstadt wächst die Sorge vor den landesweiten Versorgungsengpässen. Mehrere Mineralölunternehmen haben bereits Kontingentierungen eingeführt und die Abgabe auf sechzig Liter Benzin bzw. einhundert Liter Diesel pro Kunde beschränkt, um Panikkäufen entgegenzuwirken. Solche Hamsterkäufe bergen das Risiko, ein massives Chaos auszulösen, das rasch auf andere Wirtschaftssektoren übergreifen könnte. Die Folge sind weiträumige Verkehrsbehinderungen, da die Moskauer Bevölkerung befürchtet, in naher Zukunft den Zugang zu grundlegenden Kraftstoffen zu verlieren, worauf sie instinktiv mit einer Bevorratung im Voraus reagiert.
Die unmittelbare Ursache liegt in einer konzertierten Reihe ukrainischer Schläge gegen die logistische Infrastruktur, die die Versorgung der Hauptstadt sichert. Einer der folgenschwersten Angriffe traf die Moskauer Ölraffinerie im Stadtteil Kapotnja. Diese Anlage ist der größte Kraftstofflieferant für die Region Moskau und deckt etwa vierzig bis fünfzig Prozent des Bedarfs der dort verkehrenden Fahrzeuge. Geolokalisiertes Bildmaterial belegt, dass ukrainische Drohnen die primäre Verarbeitungseinheit der Raffinerie beschädigt haben, was zur Einstellung des Betriebs und einer Reduzierung des Ausstoßes um bis zu sechzig Prozent führte. Da die Raffinerie zudem ein Hauptlieferant für Flugkraftstoff mehrerer Moskauer Flughäfen ist, reichen die Konsequenzen weit über den Straßentransport hinaus.

Der Angriff auf die Raffinerie war jedoch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, da die ukrainischen Streitkräfte zuvor bereits die Pumpstationen Wtorowo und Lobkowo in der Oblast Wladimir mehrfach ins Visier genommen hatten. Diese Einrichtungen spielen eine Schlüsselrolle beim Transport von Rohöl zu den Raffinerien, die Moskau versorgen. Nach den Drohnenangriffen wurden an beiden Standorten Brände gemeldet, darunter ein schwerer Schlag gegen Wtorowo Ende Mai sowie weitere Angriffe im Juni. Dies schränkte den kontinuierlichen Rohölfluss erheblich ein, ohne den die Raffinerien keinen Kraftstoff produzieren können. Durch den kombinierten Angriff auf die vorgelagerten Pumpstationen des Systems und die Raffinerie selbst attackiert die Ukraine simultan den Anfang und das Ende der Produktionskette. Selbst wenn Rohöl eintrifft, haben die beschädigten Raffinerien Mühe, es zu verarbeiten; und selbst wenn die Raffinerien betriebsbereit bleiben, limitiert die beeinträchtigte Pumpinfrastruktur die zustömende Rohölmenge. Zusammen erzeugten diese Angriffe jenen kumulativen Effekt, der nun auf den Straßen Moskaus sichtbar ist, wo Tausende von Fahrzeugen den Verkehr lahmlegen.

Die Auswirkungen breiten sich jedoch weit über Moskau hinaus aus, da Treibstoffbeschränkungen mittlerweile in mindestens fünfzehn russischen Regionen sowie in den von Russland kontrollierten Gebieten der Ukraine verzeichnet werden. Sankt Petersburg hat Obergrenzen von fünfzig bis fünfundneunzig Litern pro Kunde – je nach Anbieter – eingeführt, um Hamsterkäufe und eine Verschärfung der Krise zu verhindern. Ähnliche Maßnahmen werden aus Tatarstan, Belgorod, Kursk, Rostow, Woronesch, Rjasan, Krasnodar und anderen Regionen gemeldet, da die Treibstofflieferungen zunehmend unregelmäßig erfolgen und die Regionen um schrumpfende Kontingente konkurrieren. Russland hat die Importe aus Belarus drastisch auf bis zu neunundvierzigtausend Tonnen Benzin und dreiunddreißigtausend Tonnen Diesel gesteigert, doch selbst dieser erhebliche Zuwachs kann das russische Konsumniveau und die sich entwickelnde landesweite Systembelastung nicht kompensieren.

Verstärkt wird diese Dynamik durch die fortgesetzten ukrainischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten russischen Staatsgebiet, bei denen wiederholt Anlagen ins Visier genommen wurden, die die Regionen mit Treibstoff versorgen. Ukrainische Drohnen trafen die Pipeline-Station Krasny Jar und die Pumpeninfrastruktur Jefimowka in der Oblast Wolgograd – kritische Einrichtungen, die für den Rohöltransport innerhalb des russischen Versorgungsnetzes verantwortlich sind. Zudem attackierten sie die Raffinerien Afipski und Ilski in der Region Krasnodar, die Taneco-Raffinerie in Tatarstan, die Kuibyschew-Raffinerie in der Oblast Samara, die Jaroslawl-Raffinerie nördlich von Moskau sowie die Saratow-Raffinerie, womit sie gezielt zentrale Verarbeitungskapazitäten für die Umwandlung von Rohöl in Kraftstoffprodukte trafen. Weitere Angriffe galten Treibstoffdepots und Lagerstätten in der Nähe von Moskau, Taganrog, Ust-Labinsk, Noworossijsk, Perm, Krasnodar und Baschkortostan. Die ukrainischen Schläge gegen diese Lagerstätten verfolgen einen strategischen Zweck: Während beschädigte Raffinerien die Produktion mindern, können gespeicherte Reserven das Defizit temporär ausgleichen. Indem die Ukraine auch Depots und Lageranlagen ausschaltet, minimiert sie die Fähigkeit Russlands, den Ausfall von Raffineriekapazitäten abzufedern.

Insgesamt hat sich die ukrainische Kampagne zu einer systematischen Operation gegen alle wesentlichen Elemente der russischen Kraftstoffinfrastruktur entwickelt. Pumpstationen für die Rohölzufuhr wurden wiederholt getroffen, während für die Verarbeitung zuständige Raffinerien beschädigt oder temporär stillgelegt wurden. Auch Treibstoffdepots, die als Reserve dienen sollten, werden gezielt neutralisiert, sodass die Konsequenzen immer schwerer zu verheimlichen sind. Lange Warteschlangen, Kraftstoffrationierungen und Transportbehinderungen treten nun in Moskau und Sankt Petersburg selbst auf. Da die ukrainischen Angriffe andauern und weitere Anlagen unter Druck geraten, wächst die Belastung des russischen Treibstoffnetzes, was die Führung des Landes vor immer größere Probleme stellt.


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