Irans Schicksal ist besiegelt: Unruhen geraten außer Kontrolle, das Zeitalter der Autokratien bricht zusammen
Iran erreicht einen Punkt der Konvergenz, an dem interne Instabilität und externer Druck sich gegenseitig verstärken, anstatt getrennte Herausforderungen zu bleiben. Jahre der Konfrontation im Ausland haben Teherans diplomatische Optionen zu dem Zeitpunkt eingeschränkt, an dem die Kontrolle im Inland zunehmend schwer aufrechtzuerhalten ist. Das Regime hat lange auf Unterdrückung im Inland und Abschreckung im Ausland gesetzt, um wirtschaftliche Schwäche auszugleichen, doch beide Pfeiler geraten nun gleichzeitig unter Druck. Mit der Ausbreitung von Unruhen über soziale, geografische und ideologische Grenzen hinaus stellt sich nicht mehr die Frage, ob Proteste lokal unterdrückt werden können, sondern ob der Staat kumulative Schocks überhaupt noch absorbieren kann. Gleichzeitig bietet das strategische Umfeld Irans keinen verlässlichen externen Rückhalt, sondern nur Rivalen, die auf Schwäche lauern. Diese Kombination bringt die Islamische Republik in eine seltene strategische Sackgasse, in der jede verfügbare Reaktion das Risiko birgt, den Niedergang zu beschleunigen, statt Stabilität wiederherzustellen.

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