Heute gibt es gefährliche Nachrichten aus dem Iran.
Die jüngste Eskalation der iranischen Schlagkraft hat verdeckte Allianzen und den Eintritt eines neuen Akteurs in den iranischen Konflikt offenbart. Überraschenderweise liefert Nordkorea dem Regime der Ayatollahs aktiv jene Technologien, die für eine qualitative Aufrüstung des ballistischen Raketenprogramms erforderlich sind, während Teheran nun damit droht, Ziele bis weit nach Europa hinein anzugreifen.

Kürzlich startete der Iran zwei ballistische Mittelstreckenraketen gegen den Militärstützpunkt Diego Garcia, eine gemeinsame Einrichtung der USA und Großbritanniens im zentralen Indischen Ozean, etwa viertausend Kilometer vom iranischen Staatsgebiet entfernt. Für die iranische Seite verlief die Operation jedoch erfolglos, da eine Rakete bereits während der Flugphase versagte und die zweite durch ein amerikanisches Abfangsystem von einer Marineeinheit aus neutralisiert wurde.

Obwohl der Angriff keine physischen Schäden verursachte, markierte er den ersten operativen Einsatz iranischer Mittelstreckenraketen unter Gefechtsbedingungen und signalisierte das beispiellose Bestreben Teherans, Macht weit über den Nahen Osten hinaus zu projizieren. Mit diesen Systemen ist der Iran nun in der Lage, den gesamten europäischen Kontinent zu erreichen, während die Standardreichweite der iranischen Mittelstreckenrakete vom Typ Khorramshahr regulär lediglich zweitausend Kilometer beträgt. Durch die Reduzierung der Nutzlast auf etwa dreihundert bis fünfhundert Kilogramm – weit unter dem üblichen Gefechtsgewicht von eintausendfünfhundert Kilogramm – wurde die Reichweite auf bis zu viertausend Kilometer gesteigert. Dieser Kompromiss verdoppelt effektiv die operative Distanz, allerdings um den Preis einer erheblich verminderten Destruktionskraft. Solche Raketen sind gegen gehärtete militärische Ziele und kritische Infrastrukturen weniger effektiv, was multiple Treffer erfordert, um die Wirkung einer einzigen schweren Nutzlast zu erzielen.

Der Iran hat diese Kapazitäten jedoch nicht isoliert entwickelt, da die Fähigkeit zu Langstreckenangriffen heute eng mit der kontinuierlichen Kooperation mit Nordkorea verknüpft ist. Dies ermöglichte es dem Iran, die Reichweite seiner existierenden Arsenale so zu vergrößern, dass Diego Garcia ins Fadenkreuz rückte. Hierbei handelt es sich nicht um den direkten Import fertiger Systeme, sondern um ein Raketenprogramm mit einem soliden nordkoreanischen Fundament.


Ursprünglich lieferte Pjöngjang Entwürfe für ballistische Raketen und in einigen Fällen komplette Systeme, die vom Iran mittels Reverse-Engineering analysiert und auf eigene Plattformen adaptiert wurden. Der fortlaufende Technologieaustausch und die Lieferung kritischer Komponenten haben es dem Iran ermöglicht, die Leistung seiner lokal produzierten Systeme, einschließlich der Khorramshahr-Rakete, zu verfeinern und zu erweitern.


Infolge dieses Technologie- und Ausrüstungstransfers durch Nordkorea kann der Iran nun Raketen in Dienst stellen, die Entfernungen von rund viertausend Kilometern überbrücken, wodurch Angriffe wie der auf Diego Garcia operativ durchführbar werden. Diese Reichweite verdeutlicht jedoch auch, dass das iranische Regime nun eine umfassendere globale Herausforderung darstellt, mit Raketenkapazitäten, die europäische Hauptstädte wie London, Paris und Berlin sowie Militäranlagen der NATO und der USA in Reichweite bringen könnten. Teheran hat explizit seine Bereitschaft erklärt, militärische Operationen gegen Gegner weltweit durchzuführen, und gewarnt, dass sowohl militärische als auch zivile Ziele in Betracht gezogen werden könnten.

In der Praxis hat der Iran bereits seine Entschlossenheit demonstriert, militärische Ziele mit europäischem Bezug im Nahen Osten anzugreifen. Zusätzlich führen die Vereinigten Staaten weiterhin Teile ihrer Luftoperationen von Stützpunkten in ganz Europa aus durch.

Die bloße Existenz dieser Fähigkeit könnte die strategische Position des Irans am Verhandlungstisch erheblich stärken. Nun kann der Iran auch die kritische Infrastruktur und die Militärstützpunkte in Europa bedrohen, was diese Staaten dazu zwingen könnte, Druck auf die USA auszuüben, um deren Bombardierungskampagnen einzustellen.

Allerdings ist der reduzierte Gefechtskopf im Bereich von dreihundert bis fünfhundert Kilogramm relativ bescheiden. Vergleichbare Nutzlasten werden routinemäßig von Russland in der Ukraine eingesetzt, wobei Systeme wie der Marschflugkörper Ch-101, die Iskander-Rakete und die Gleitbombe FAB-500 Verwendung finden.

Obwohl diese Munitionsarten individuell begrenzt sind, können sie bei wiederholtem und massiertem Einsatz dennoch erheblichen Schaden anrichten. Dennoch müsste die iranische Rakete die Raketenabwehrsysteme der NATO durchbrechen, während das Arsenal an solchen Langstreckenraketen als relativ begrenzt eingeschätzt wird, was es erschwert, fortschrittliche Verteidigungsnetzwerke zu überwinden. Darüber hinaus sind die Raketenvorräte und die Startinfrastruktur ständigen Angriffen durch die Vereinigten Staaten und Israel ausgesetzt, was die Kapazitäten täglich reduziert. Doch selbst wenn nur eine einzige Rakete die NATO-Luftabwehr durchbricht, kann der Iran dem Image der NATO schweren Schaden zufügen. Praktisch gesehen könnten sich die europäischen Abwehrkapazitäten gegen ballistische Raketen als unzureichend erweisen, da sie nur dann erfolgreich verteidigen könnten, wenn der Iran eine sehr begrenzte Anzahl von Raketen startet.

Insgesamt ist die europäische Luftverteidigung nun überdehnt, da sie gezwungen ist, den Kontinent nicht nur vor Russland, sondern auch vor dem Iran zu schützen. Dies könnte pro-russischen Politikern Argumente liefern, die Lieferung von Luftabwehrsystemen an die Ukraine zu stoppen, mit der Begründung, diese für den Schutz der eigenen Länder zu benötigen. Abfangraketen werden zudem im Nahen Osten in einem nicht nachhaltigen Tempo verbraucht, was zu Engpässen führen wird. Angesichts der neuen Bedrohung durch den Iran könnten europäische Staaten zögern, diese kritischen Raketen weiterhin an die Ukraine zu liefern.


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