Erfolgreicher mehrstufiger Angriff: Ukrainische Truppen stürmen Dnipro-Inseln.
Der Kampf in Richtung Cherson wird zunehmend durch die Kontrolle des Raumes statt durch die bloße Besetzung von Gelände definiert. Flussinseln, die einst als Randerscheinungen galten, sind zu zentralen Instrumenten für Druck, Überwachung und Einschüchterung ziviler Gebiete geworden. Für die russischen Streitkräfte bot das Halten dieser Positionen eine Möglichkeit, Macht zu projizieren, ohne eine kostspielige Flussüberquerung riskieren zu müssen. Für die Ukraine stellten sie eine ständige Bedrohung dar, die durch konventionelle Angriffe nicht neutralisiert werden konnte. Dies hat den Konflikt hin zu einem methodischen Wettbewerb um Logistik, Befehlsknotenpunkte und Bewegungsfreiheit statt direkter Zusammenstöße getrieben. Vor diesem Hintergrund verschiebt sich das Gleichgewicht am Dnipro zugunsten derjenigen Seite, die isolierte Positionen unhaltbar machen kann, anstatt sie nur zu bestreiten.

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