Der Luftraum in geringer Höhe wird zu einem umkämpften Raum, der die Ergebnisse an der Front prägt

Jan 18, 2026
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Heute kommen die größten Nachrichten von den ukrainischen Frontlinien.

Monatelang beherrschten Angriffs-Drohnen den Himmel über den Schützengräben, wo Überleben bedeutete, sich zu verstecken und zu hoffen, dass der Himmel klar blieb. Nun zeigt sich eine Verschiebung darin, wie dieser Bedrohung begegnet wird, da die Ukraine spezielle Drohnenjagd-Teams einsetzt, die feindliche Drohnen systematisch aufspüren und abfangen, wodurch der Himmel über der Front zu einem wirklich umkämpften Raum wird und gleichzeitig die Bodeneinsätze darunter absichert.

Die Drohnenkriegsführung an der Front hat eine neue Entwicklungsphase erreicht, die weniger durch bahnbrechende Technologien geprägt ist, sondern vielmehr davon, wie Kräfte unbemannte Systeme im Kampf organisieren, koordinieren und gezielt einsetzen.

Früher im Krieg nutzten ukrainische und russische Truppen Drohnen oft nur ad hoc, um feindliche Drohnen abzuschießen, jedoch ohne ein einheitliches System zur zuverlässigen Kontrolle des Luftraums. Diese Lücke hatte direkte Auswirkungen auf den Boden, da Phasen mit klarem Wetter russischen Drohnen oft erlaubten, ukrainische Versorgungsrouten anzugreifen, wodurch Fronteinheiten gelegentlich ohne Nachschub festsaßen, wenn Bewegungen zu gefährlich wurden.

Heute zeigen aktuelle Entwicklungen eine Verschiebung hin dazu, den Luftraum in niedriger Höhe als verwalteten Teil des Schlachtfelds zu betrachten, in dem Drohnen kontinuierliche Rollen übernehmen, statt nur für einzelne Angriffe eingesetzt zu werden. Anstatt feindliche Drohnen nur bei Gelegenheit abzuschießen, sind spezialisierte Drohnen-Einheiten und Betreiber damit beauftragt, eine ständige Präsenz über bestimmten Gebieten aufrechtzuerhalten und den Himmel zu überwachen, um die Bodentruppen darunter zu schützen.

Diese organisatorische Transformation wird am deutlichsten durch das Aufkommen spezialisierter Drohnenoperatoren, die ausschließlich für die Luftraumabdeckung sowie die Erkennung und Abfangung feindlicher Drohnen zuständig sind, anstatt für Angriffe auf den Boden. Beobachtungsdrohnen werden entlang bekannter Anflugkorridore und über wichtigen Positionen stationiert, sodass eine Abdeckung aufgebaut wird, bevor feindliche Drohnenbedrohungen vollständig realisiert werden. Diese ständige Überwachung verschafft ihnen hohe Situationsbewusstheit und ermöglicht es, Abfangdrohnen vorausschauend zu positionieren, statt sie in letzter Sekunde in Notfällen zu starten. Wird eine feindliche Drohne identifiziert, werden die Abfangplattformen in den Nahkampf geleitet, wobei das Ziel in der Regel durch gezielte Kollision, Näherungsexplosionen oder Schrotflinten auf der Interceptor-Drohne neutralisiert wird, sodass sie wiederverwendbar bleibt.

Die operative Logik dieses Systems spiegelt traditionelle Luftkampfdoktrin wider, bei der Angriffsflugzeuge nicht allein operieren, sondern von Begleitjägern geschützt werden, die Bedrohungen abfangen, bevor sie angreifen können. Diese Analogie ist wichtig, da sie den Wandel von Drohnen als reines Mittel zum Angriff auf feindliche Objekte hin zur organisierten Nutzung als koordinierte Kraft zur Luftraumkontrolle markiert. Dasselbe Prinzip gilt nun in extrem niedriger Höhe, wobei unbemannte Abfangdrohnen als Schutzeskorten für Infanterieeinheiten, Fahrzeuge und feste Verteidigungspositionen fungieren.

Feindliche FPV-Drohnen und kreisende Munition können nicht mehr frei operieren, sondern müssen zuerst eine Abfangschicht durchbrechen, was ihre Erfolgswahrscheinlichkeit stark verringert. Infolgedessen wandelt sich der Himmel über der Front von einer unkontrollierten Gefahrenzone zu einem umkämpften Operationsraum, in dem die Kontrolle über den Luftraum in niedriger Höhe direkt Bewegung, Überlebensfähigkeit und Schlachtergebnisse beeinflusst.

Dies ist nicht nur eine taktische Anpassung, sondern die Entstehung einer strukturierten Drohnen-Luftstreitkraft, bei der der Luftraum aktiv verteidigt, umkämpft und verwaltet wird, anstatt ihn einfach zu erdulden. Diese Veränderung der Kontrolle über den Luftraum in niedriger Höhe verändert, wie Bodentruppen operieren. Wenn der Himmel über ihnen nun aktiv von Bedrohungen befreit wird, können Einheiten sich bewegen, nachschieben und rotieren, ohne ständig anzunehmen, dass jede Aktion von einer Drohne oder einem gezielten Artillerieeinsatz bedroht ist.

Kommandeure planen nicht mehr unter permanenter Unsicherheit, sondern um erwartete Schutzlevels im Luftraum herum, da der Kampf um den niedrigen Himmel zu einem neuen Schlachtfeld in ganz Ostukraine geworden ist.

Insgesamt wird die Drohnenabwehr nicht mehr durch unkoordinierte Angriffe, ständige Improvisation oder Störmaßnahmen definiert, da die Kontrolle des Luftraums in niedriger Höhe zu einem bewussten operativen Ziel wird. Die Einführung dedizierter Rollen für Drohnenabfangung und -überwachung zeigt, dass Luftraumschutz nun als Notwendigkeit und nicht mehr als Vorteil behandelt wird. Verändert wird nicht die Häufigkeit des Drohneneinsatzes, sondern der Zweck: Spezielle Drohnen sollen nun den Himmel über den Bodentruppen frei halten. Mit der Ausbreitung dieses Ansatzes wird die Drohnenkriegsführung organisierter, wobei Drohnen um die Kontrolle des Himmels nur wenige Meter über dem Schlachtfeld kämpfen, sodass Soldaten sich darunter sicherer bewegen und operieren können.

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