Ukraine zertrümmert belarussische Kampfdrohnen-Infrastruktur: Präziser Schlag der ZSU

Mar 17, 2026
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Heute kommen die wichtigsten Nachrichten aus Belarus.

Hier scheint die Ukraine eines der bedeutendsten verborgenen Glieder im russischen Shahed-Angriffssystem gekappt zu haben. Was wie ein ruhiges rückwärtiges Gebiet in Belarus aussah, half in Wirklichkeit dabei, Angriffe auf Kyjiw und die Zentralukraine zu steuern. Die tatsächliche Rolle dieser Türme offenbart eine kritische Schwachstelle in der russischen Kampagnenführung.

Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow erklärte, dass die Ukraine die in Belarus zur Steuerung russischer Shahed-Drohnen genutzte Infrastruktur entscheidend deaktiviert habe, wodurch das nördliche Maschennetzwerk eliminiert und die Verteidigung von Kyjiw sowie der Zentralukraine gestärkt wurde. Technische Details der Operation gab er nicht bekannt, doch die Wortwahl lässt darauf schließen, dass die Störung eher durch eine Cyber- oder elektronische Kriegsführungsoperation als durch einen kinetischen Schlag erfolgte. Diese Behauptung deckt sich mit einer umfassenderen ukrainischen Argumentation von vor wenigen Tagen, als Präsident Wolodymyr Selenskyj Sanktionen gegen Präsident Alexander Lukaschenko verhängte und anführte, Russland habe Relaisstationen in Belarus stationiert, um Drohnenangriffe auf nordukrainische Regionen auszuweiten. Er beschuldigte zudem tausende belarussische Unternehmen, Maschinen und Ausrüstung zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen zu liefern.

Dies ist von Bedeutung, da es das Verständnis der Rolle von Belarus in dieser Phase des Krieges verändert. Im Jahr 2022 diente Belarus als Aufmarschgebiet für den gescheiterten russischen Vorstoß auf Kyjiw, doch nach dem Kollaps dieser Offensive schien sich seine Rolle zu verengen. Dennoch wurde Belarus weiterhin weitgehend als passives rückwärtiges Gebiet und nicht als direkter Teil des Angriffssystems selbst wahrgenommen.

Dieses Bild begann sich Ende 2025 zu wandeln, als die Ukraine warnte, dass Antennen und zugehörige Ausrüstung in belarussischen Grenzgebieten auftauchten, unter anderem auf zivilen Gebäuden. Eine weitere Ebene der Geschichte lieferte die Cyber-Seite: InformNapalm berichtete, dass ukrainische Hacktivisten des Fenix-Zentrums in Konten russischer Drohnenoperatoren eindrangen und deren Routen sowie Chats über Monate überwachten. Sie entdeckten, dass belarussische Mobilfunktürme genutzt wurden, um die Kommunikation und Routenplanung für Angriffe aus dem Norden zu unterstützen und Shahed-Drohnen zu Zielen tiefer im Inneren der Ukraine zu leiten.

Dies wiederum half zu erklären, wie das System tatsächlich funktionierte. Laut dem ukrainischen Kommunikationsexperten Serhij Beskrestnow tragen die Drohnen Funkmodems, die Signale sowohl empfangen als auch weiterleiten, sodass jede Drohne Teil einer fliegenden Relaiskette wird.

Dadurch kann das Netzwerk auch dann weiterfunktionieren, wenn einige Drohnen abgeschossen werden, da Signale über die verbleibenden umgeleitet werden können. Dennoch benötigt die luftgestützte Kette weiterhin feste Bodenstationen, die sie über das Internet und Datenverbindungen mit den Operatoren verbinden. Diese Zugangspunkte waren auf hohen Türmen nahe der belarussischen Grenze montiert und mit Richtantennen ausgestattet, die in der Lage waren, Steuerungssignale etwa 50 bis 70 Kilometer weit in die Nordukraine zu projizieren.

Die Türme waren von Bedeutung, da sie das Distanzproblem zwischen russischen Operatoren und den durch die Nordukraine fliegenden Drohnen lösten und eine kontinuierliche Steuerung sowie Korrekturen während der Angriffe ermöglichten. Selenskyj sagte am 23. Februar, dass diese Repeater Angriffe auf Zivilisten und die Energieinfrastruktur unterstützten und die Ukraine bereits sichergestellt habe, dass vier von ihnen nicht mehr existieren. Der ukrainische Spezialist Serhij Beskrestnow gab zudem an, dass einige dieser Relaispunkte die Abdeckung bis nach Kyjiw und zur Eisenbahnlinie Kyjiw-Kowel ausdehnten, was darauf hindeutet, dass das Netzwerk operative Schläge und nicht nur isolierte Angriffe unterstützte.

Tatsächlich fungierte Belarus nicht mehr nur als Gastgeber für russische Streitkräfte, sondern stellte die Kommunikationsebene bereit, welche diese Angriffe effektiver machte. Dies deutet auch darauf hin, dass die Zerstörung der Türme kein isolierter Schlag auf dem Schlachtfeld war, sondern der Höhepunkt einer längeren Geheimdienstoperation, die das System identifizierte, seine Schlüsselknoten kartierte und dann deren Ausschaltung einleitete.

Bisher haben weder Russland noch Belarus eine klare öffentliche Reaktion abgegeben. Die Zerstörung der Türme entfernte ein zentrales nördliches Tor, das Shahed-Drohnenschwärme mit russischen Operatoren verband, was die Echtzeitsteuerung und Aufklärung erschwert. Russland kann Drohnen weiterhin mittels vorprogrammierter Navigation oder alternativer Relaisnetzwerke starten, doch der Verlust dieser Knoten verkompliziert die Koordination von Angriffen aus dem Norden.

Analysten erwarten, dass Moskau das System innerhalb weniger Wochen wieder aufbauen oder die Relaisausrüstung tiefer in das belarussische oder russische Hinterland verlegen könnte.

Insgesamt wird Russland wahrscheinlich versuchen, diese Architektur in einer dezentraleren und verborgeneren Form wiederherzustellen, indem kleinere Antennen und Ersatzmasten tiefer in Belarus genutzt werden. Die Ukraine wird daher weiterhin Cyber-Infiltration, Fernmeldeaufklärung (SIGINT) und Präzisionsschläge kombinieren, um jede wiederhergestellte Relaiskette aufzudecken, bevor sie sich stabilisiert. Wenn dieser Druck anhält, könnte Belarus als geschützter Steuerungskorridor an Nutzen verlieren und eher zu einer Belastung werden, was Russland zwingt, zusätzliche Ressourcen für Tarnung und Schutz aufzuwenden. Dies würde die Effizienz der Shahed-Angriffe auf Kyjiw und die Zentralukraine verringern und signalisieren, dass jedes in die Angriffskette integrierte Territorium selbst zum Zielobjekt werden kann.

06:05

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