Während einer hochkomplexen, mehrphasigen Operation namens „Aschan“ bekämpften ukrainische Streitkräfte innerhalb von nur achtundvierzig Stunden zweihunderteinunddreißig russische Artilleriesysteme in den Räumen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk. Bei diesem schwersten Artillerieschlag des gesamten Krieges wurden einhunderteinundsiebzig Systeme nachweislich zerstört, während die verbleibenden in unterschiedlichem Maße beschädigt wurden. Diese außergewöhnliche operative Effizienz entspricht der vollständigen Zerschlagung von drei kompletten russischen Artilleriebrigaden. Die taktischen Auswirkungen traten unmittelbar ein: Bereits am ersten Tag nach Abschluss der Operation ging die russische Artillerieaktivität in den betroffenen Abschnitten um bis zu einundachtzig Prozent zurück.

Die Operation Aschan wurde von Kräften der Lasar-Gruppe der ukrainischen Nationalgarde als konzentrierte Kampagne zur gezielten Ausschaltung dieses spezifischen Elements der russischen Streitkräfte akribisch vorbereitet. Die erste Phase umfasste die Zusammenarbeit ukrainischer Analysten mit verschiedenen Verbänden entlang weiter Frontabschnitte zur Gewinnung von Aufklärungserkenntnissen über die russischen Artilleriestellungen. Dabei wurden aktive gegnerische Geschütze kartografiert, deren Wirkungsbereiche analysiert und die Tarnstellungen der Haubitzen lückenlos aufgeklärt.
Parallel zur Erstellung des Zielnetzwerks führten ukrainische Pioniere die zweite Phase der Operation durch, indem sie spezialisierte Munition zur Bekämpfung von Haubitzen entwickelten, deren primäre Wirkung auf das thermische Durchtrennen der Geschützrohre ausgelegt war. Dieser technologische Ansatz war von entscheidender Bedeutung, da ein direkter Treffer auf das Rohr die vulnerabelste und zugleich kritischste Komponente des Waffensystems neutralisiert. Dies reicht aus, um das Geschütz dauerhaft kampfunfähig zu machen und eine schnelle Instandsetzung im Feld extrem zu erschweren, zumal die russische Rüstungsindustrie bei der Neuproduktion von Rohren vor massiven Kapazitätsengpässen steht.

Anschließend bereiteten die ukrainischen Kräfte die abschließende Angriffsphase vor, um innerhalb von zwei Nächten zeitgleich achthundert Drohnen in den Hauptstoßrichtungen zum Einsatz zu bringen. Anstatt dem russischen Kommando die Möglichkeit zu geben, auf vereinzelte Verluste zu reagieren, komprimierte die Ukraine hunderte von Angriffen auf ein enges Zeitfenster von zwei Nächten. Den russischen Batterien blieb kaum Zeit zur Dislozierung, zur Bergung beschädigter Systeme oder zur Anpassung ihrer Stellungen. Die anschließende ukrainische Drohnenaufklärung bestätigte die Vernichtung der Ziele, während abgefangene russische Funksprüche das Ausmaß der organisierten Zerrüttung untermauerten.
Die strategischen Implikationen dürfen nicht unterschätzt werden, da Russland einhunderteinundsiebzig Geschütze als Totalverlust abschreiben musste, während weitere sechzig beschädigt wurden. Drei Artilleriebrigaden stellen im Regelfall die Feuerunterstützung für mehrere Großverbände an der Front sicher. Ihr Ausfall bedeutet eine erhebliche Reduzierung des russischen Sperrfeuers auf ukrainische Stellungen, schwächere Vorbereitungsschläge vor eigenen Angriffsoperationen, eine eingeschränkte Fähigkeit zum Artillerieduell (Counter-Battery Fire) und einen drastischen Verlust des Feuerschutzes für die eigene Infanterie.

Erschwerend kommt hinzu, dass Russland diese Verluste nicht kurzfristig kompensieren kann. Reservegeschütze müssen aus Langzeitdepots entnommen, überprüft, instand gesetzt, an die Front transportiert, mit Munition versorgt und neuen Besatzungen zugewiesen werden. Russland stützt sich zunehmend auf veraltete sowjetische Bestände, die bereits im vergangenen Jahr auf fünfunddreißig Prozent des Vorkriegsniveaus dezimiert waren. Gleichzeitig sind Ersatzrohre und qualifiziertes Artilleriepersonal im fünften Kriegsjahr knapper denn je, während die russische Industrie lediglich fünf neue Geschützrohre pro Monat fertigen kann. Dem russischen Oberkommando fehlen somit operative Handlungsoptionen, da die personelle und materielle Regeneration der zerschlagenen Verbände mehr als sechs Monate in Anspruch nehmen dürfte. Eine Verlegung von Artilleriesystemen aus ruhigeren Frontabschnitten würde den Mangel lediglich verschieben und neue operative Schwachstellen schaffen.

Infolgedessen ist Russland vorerst nicht in der Lage, größere Angriffsoperationen durchzuführen, da die russische Offensivdoktrin zwingend eine massive Artilleriekonzentration vorschreibt, um Verteidigungsstellungen vor dem eigentlichen Infanteriesturm niederzuhalten. Durch die Eliminierung der Feuerkraft von drei Brigaden hat die Ukraine die russische Fähigkeit zur Vorbereitung und Durchführung koordinierter Großangriffe nachhaltig beschädigt. Im Zusammenspiel mit den anhaltenden Verlusten an gepanzerten Gefechtsfahrzeugen und den Schlägen gegen die logistische Infrastruktur wurde Moskau die für nennenswerte Offensivoperationen in diesem Jahr erforderliche Artilleriekonzentration vollständig entzogen. Russland wird daher noch stärker auf die Taktik kleinerer Infanterie-Infiltrationsgruppen angewiesen sein, die meist aus weniger als fünf Soldaten bestehen. Diese Kräfte rücken jedoch bereits jetzt ohne hinreichende gepanzerte Unterstützung vor und erleiden immense Verluste; nun werden viele von ihnen zudem ohne ausreichenden Artillerieschutz in Abnutzungskämpfe geworfen.
Darüber hinaus verschafft diese Lage den ukrainischen Drohnenoperatoren und Artilleriebesatzungen erheblich größere Handlungsfreiheit. Aufgrund des verringerten russischen Counter-Battery-Feuers können ukrainische Systeme länger und offensiver eingesetzt werden, was der ukrainischen Führung die Planung lokaler Offensiven mit deutlich erhöhten Erfolgschancen ermöglicht.

Zusammenfassend war die ukrainische Operation Aschan präzise darauf ausgerichtet, das Rückgrat der russischen Offensiv- und Defensivfähigkeit zu brechen, wodurch innerhalb von achtundvierzig Stunden faktisch drei Brigaden von der Bildfläche verschwanden. Dies zwingt Russland in eine prekäre Abhängigkeit von Infanteriesturmkräften und Drohnensystemen, die jedoch ihrerseits durch den zunehmenden Mangel an qualifiziertem Personal und Fachoperatoren geschwächt sind. Gleichzeitig erlangte die Ukraine die nötige Handlungsfreiheit, um den Gegner gezielt zu bekämpfen, ohne massives russisches Sperrfeuer fürchten zu müssen, was den materiellen und munitionstechnischen Vorteil Russlands effektiv ausgleicht.


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