Heute kommen die wichtigsten Nachrichten aus der Ukraine.
Der Luftraum über der Ukraine hat unzählige russische Versuche erlebt, ihre Shahed-Drohnen ständig zu modifizieren, um die Lufthoheit über die Ukrainer zu erlangen. Doch diesmal machten sie einen Fehler: Anstatt die Shaheds überlebensfähiger zu machen, machten die Russen sie zu einem riesigen Ziel, und das gesamte russische Gegenmanöver gegen ukrainische Abfangmaßnahmen wird von bereits vorhandener ukrainischer Ausrüstung neutralisiert.

Kürzlich führten russische Kräfte ein leistungsstarkes Infrarot-Scheinwerfersystem an ihren Geran-2-Loitering-Munitionen ein. Die neue Modifikation besteht aus einem Array hochintensiver Infrarot-Dioden, die am Rumpf der Drohne montiert sind. Diese Ergänzung wurde erstmals an abgeschossenen Exemplaren dokumentiert, die in der Ukraine geborgen und von Spezialisten analysiert wurden. Diese Entwicklung entspricht Russlands fortlaufendem Muster von Anpassungen, um die Effektivität seiner kostengünstigen, langreichweitigen Drohnenangriffe gegen die gestaffelte ukrainische Luftabwehr aufrechtzuerhalten.


Die neue Modifikation der russischen Geran-2-Drohnen arbeitet im nahinfraroten Spektrum bei etwa 850 Nanometern, wobei das Gerät Licht aussendet, das für das bloße Auge unsichtbar, aber von Infrarotsensoren detektierbar ist. Dieser Scheinwerfer soll die auf Infrarot basierenden Erkennungssysteme überfluten, die bei den nächtlichen Luftabwehroperationen der Ukraine eingesetzt werden.


Er zielt auf drei Hauptkategorien von Bedrohungen ab. Erstens auf Nachtsichtgeräte und IR-optimierte Optiken, die von Piloten bemannter Flugzeuge genutzt werden. Zweitens auf elektro-optische oder infrarotbasierte Sensoren ukrainischer Abfangdrohnen, die bei der Endphase der Abfangmanöver oft auf Wärmebildtechnik angewiesen sind. Drittens auf wärmesuchende Raketen, die Infrarot-Zielsuchsysteme verwenden. Durch die Überschwemmung ukrainischer Sensoren auf diesen Waffensystemen mit intensivem Infrarotlicht erzeugt der Scheinwerfer Überbelichtung, verminderten Kontrast oder vorübergehende Überlastung in der Bildkette, wodurch die Genauigkeit der Zielverfolgung und die Effektivität der Angriffe reduziert wird.

Die Modifikation stellt eine druckgetriebene Improvisation dar, keine sorgfältig geplante oder umfassende Aufrüstung. Sie entstand als direkte und reaktive Antwort auf den deutlichen und zunehmenden Erfolg der Ukraine bei der effektiven nächtlichen Abfangung russischer Langstreckendrohnen. In den letzten Monaten haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Fähigkeit, Geran-2- und Shahed-Drohnen während Nachtoperationen zu erkennen, zu verfolgen und zu neutralisieren, dramatisch gesteigert und dabei hohe Verlustraten erzeugt, die die einst zuverlässige Überlebensfähigkeit der Drohnen bei Dunkelheit stark geschwächt haben.

Angesichts dieser wachsenden und zunehmend konsistenten Bedrohung für ihre Nachtmissionen sahen sich russische Entwickler und Betreiber gezwungen, diese hastige Gegenmaßnahme einzuführen, um ein gewisses Maß an operativer Funktionsfähigkeit wiederzugewinnen. Die Anpassung ist daher nicht das Produkt strategischer Voraussicht oder systematischer Ingenieursverfeinerung, sondern ein Notfallversuch, geboren aus akuter Bedarfslage auf dem Schlachtfeld, um die Wirkung der verbesserten nächtlichen Luftabwehrfähigkeiten der Ukraine abzumildern.


Die Einführung von IR-Scheinwerfern auf Geran-2-Drohnen hat die Ukraine dazu veranlasst, Sensor-Upgrades für ihre Abfangflotte zu priorisieren, um den Nahe-Infrarot-Blendeeffekten entgegenzuwirken. Ukrainische Analysten stellen fest, dass während Wärmebildgeräte im mittleren oder langen IR-Bereich weitgehend unberührt bleiben, viele bestehende Abfangdrohnen und ältere Nachtsichtsysteme anfällig sind. Zentral für diese Anpassung ist die beschleunigte Integration von Mittel- und Langwellen-Wärmebildgeräten auf Renn-Drohnen-ähnlichen Abfangdrohnen, die die Motorwärmesignatur der Drohne erkennen, anstatt sich auf Nahe-Infrarot-Beleuchtung zu verlassen.


Dies macht den Scheinwerfer wirkungslos, da die Wärmebandsignale von der ausgestrahlten Strahlung unbeeinträchtigt bleiben, sodass die Zielerfassung aufrechterhalten und kinetische Angriffe auf Distanzen von bis zu 5 bis 10 Kilometern während Nachtoperationen durchgeführt werden können.


Diese Maßnahmen, basierend auf bereits vorhandener Technologie und skalierbarer heimischer Produktion, die bis Januar 2026 täglich 1.500 Einheiten erreicht, zeigen, wie die Ukraine modulare Upgrades nutzt, um russische Innovationen zu neutralisieren, ohne komplette Systeme überarbeiten zu müssen.


Insgesamt verdeutlicht der schnelle Zyklus der Integration von Infrarot-Scheinwerfern auf Geran-2-Drohnen und die sofortige Umstellung der Ukraine auf blendresistente Wärmebild- und gefilterte Sensoren, wie beide Seiten in ein evolutionäres Wettrüsten verwickelt sind, bei dem kein russischer taktischer Vorteil länger als wenige Wochen Bestand hat. Russland kann keine dauerhafte Dominanz durch einzelne, kostengünstige Modifikationen sichern, da jedes Upgrade unweigerlich schnellere, billigere und skalierbare ukrainische Gegenmaßnahmen auslöst.

Diese Dynamik verschiebt das Gleichgewicht dauerhaft zugunsten des Verteidigers, der durch Produktionsvolumen, Sensordiversität und Software-Agilität schneller iterieren kann, statt auf inkrementelle Hardwareänderungen der Angriffsplattform zu setzen. Letztlich resultiert die massive und wachsende Belastung der ukrainischen Luftabwehr nicht aus einer entscheidenden Weiterentwicklung der Shahed-Drohnen, sondern aus Russlands Unfähigkeit, aus diesem Hochgeschwindigkeits-Abnutzungszyklus auszubrechen.


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