Die Ukraine hat die russische Panzerdoktrin endgültig beerdigt.

Feb 10, 2026
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Heute gibt es interessante Entwicklungen aus der Ukraine.

Hier hat sich Russland über Jahrzehnte hinweg stark auf gepanzerte Fahrzeuge gestützt, was die zentrale Rolle von Fahrzeugkolonnen in der militärischen Doktrin widerspiegelt.

Angesichts der verheerenden Ergebnisse gepanzerter Offensiven in der Ukraine kommen russische Analysten jedoch zu dem Schluss, dass solche Formationen ihre beabsichtigten operativen Ziele nicht mehr erreichen. Obwohl sie in der Vergangenheit als zuverlässig und effektiv galten, hat der kontinuierliche Einsatz gepanzerter Kolonnen durch die russische Armee zu katastrophalen Verlusten geführt.

Mehrere Schlüsselfaktoren erklären, warum ihre Wirksamkeit stark abgenommen hat. An erster Stelle stehen moderne, präzise Panzerabwehrwaffen, die es Verteidigern ermöglichen, einzelne Fahrzeuge aus großer Entfernung zu bekämpfen und die Panzerung zu neutralisieren, bevor sie Infanterie unterstützen oder einen Durchbruch erzielen kann. Umfangreiche Minenfelder und Befestigungen wie Drachenzähne verlangsamen zudem die Bewegung und zwingen Fahrzeuge in vorhersehbare Korridore, in denen sie besonders anfällig für direktes und indirektes Feuer sind.

Dauerhafte Aufklärung durch Drohnen überwacht Vorstöße kontinuierlich, nimmt ihnen jede operative Überraschung und legt Bewegungen bereits in frühen Phasen offen. Sie liefert Echtzeit-Zieldaten, die es den Verteidigern ermöglichen, Feuer im Voraus zu planen und dynamisch anzupassen. In der Folge treten Verluste zunehmend während der Bewegung auf und nicht erst an der Front, wobei ausgefallene Fahrzeuge Engstellen schaffen, die nachrückende Kräfte blockieren, die Abnutzung verstärken und den operativen Schwung untergraben.

Zusammen ergeben diese Faktoren ein klares Muster, bei dem mechanisierte Angriffe frühzeitig entdeckt, in Echtzeit verfolgt, ohne jede Möglichkeit zur Tarnung, und systematisch bekämpft werden, während sie sich noch auf dem Weg zu ihren Zielen befinden.

Hinzu kommt, dass die wiederholte Nutzung derselben Angriffsachsen durch das russische Kommando diese Abnutzung weiter verstärkt und rückwärtige Räume in Todeszonen verwandelt, wodurch der Ausgang mechanisierter Angriffe oft lange vor dem Erreichen der Front entschieden wird.

Geolokalisiertes Videomaterial eines jüngsten russischen Angriffs nahe Huliaipole bestätigt dies und zeigt, wie zwei Schützenpanzer mit etwa 14 russischen Soldaten versuchten, Nebel zu nutzen, um ihren Vorstoß zu verschleiern. Der Angriff wurde während der Absitzphase entdeckt, woraufhin Infanterie des 225. selbstständigen Sturmregiments mit Unterstützung von FPV-Drohnen den Gegner bekämpfte.

Der erste Schlag störte das Absetzen der Infanterie und brachte den Angriff effektiv zum Stillstand. Im Verlauf von etwa einer Stunde wurden beide Fahrzeuge zerstört und die russische Angriffsgruppe systematisch durch eine Kombination aus Handwaffenfeuer, von Drohnen abgeworfener Munition und indirekter Artillerieunterstützung neutralisiert.

Weiteres Filmmaterial zeigt ein ähnliches Ergebnis mit anderen russischen Kräften im selben Abschnitt. In diesem Fall wurde eine russische Kolonne, die versuchte, zur Frontlinie vorzurücken, durch Aufklärungsdrohnen mit Wärmebildtechnik der ukrainischen 412. Brigade „Nemesis“ entdeckt. Nach der Identifizierung griffen deren Bediener die Kolonne an und setzten Kamikaze-Drohnen ein, um die Fahrzeuge bewegungsunfähig zu machen.

Anschließende Angriffe mit von Drohnen abgeworfener Munition vollendeten die Zerstörung der Kolonne, verhinderten das Erreichen der vorgesehenen Stellungen und bestätigten erneut das Muster der frühen Entdeckung und Unterbindung bereits während der Bewegung.

Diese Gefechte betreffen mehr als nur diese einzelne Schlacht, denn gepanzerte Fahrzeuge fungieren nicht länger als Ermöglicher von Manövern. Statt Durchbrüche oder Schockwirkung zu erzeugen, werden sie zunehmend selbst zum Auslöser für Entdeckung und ukrainisches Feuer, da sie aus mehreren Richtungen präzise bekämpft werden. Der Einsatz von Panzerung macht sie inzwischen verwundbarer statt stärker, zwingt ihre Bewegungen zu Langsamkeit und Vorhersehbarkeit und schafft Engpässe, in denen sich Verluste anhäufen, ohne dass operative Gewinne erzielt werden.

Da gepanzerte Fahrzeuge einer dauerhaften Exposition an der Front immer weniger standhalten, verliert Russland faktisch den letzten kohärenten Rahmen seiner Offensivdoktrin. Der Niedergang wirksamer Panzer- und Fahrzeugangriffe stellt die lange vertretene Annahme infrage, dass russische Bodentruppen sich auf schiere Zahlen, Geschwindigkeit und schwere Panzerung verlassen können, um Schlachten zu gewinnen. Ohne gepanzerten Schutz verkommt offensives Handeln zu kostspieligen Infanterievorstößen, denen sowohl operative Tiefe als auch die Fähigkeit zu entscheidenden Durchbrüchen fehlt.

Insgesamt deuten diese Beispiele darauf hin, dass gepanzerte Fahrzeuge keinen entscheidenden offensiven Vorteil mehr bieten, sondern bei Einsatz gemäß russischer Doktrin unverhältnismäßige Kosten verursachen. Während Panzerung in defensiven Rollen weiterhin Bedeutung behalten mag, dürfte ihr künftiger Einsatz zunehmend eingeschränkt sein.

Für Russland zwingt diese Erosion und der Verlust tausender gepanzerter Fahrzeuge dazu, auf Infiltrationstaktiken kleiner Infanterieeinheiten zurückzugreifen, die auf Streuung und Tarnung setzen, jedoch mit äußerst fraglichen Erfolgsaussichten.

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